Pirkenbrunn - Kirche

Kirche

Filialkirche Mariä Opferung

Die Ortschaft Pirkenbrunn wurde 1051 erstmals urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich hier die Wallfahrt zu „Unserer Lieben Frau im Eichreis“. Das nicht mehr vorhandene Gnadenbild soll damals an einer alten Eiche befestigt gewesen sein. Durch die zunehmende Zahl an Pilgern wurde 1759 eine Kapelle erbaut. Ihr Standort dürfte einen knappen Kilometer nordöstlich des derzeitigen Standorts in Richtung Lobsing gelegen haben. Dieser Bau wurde im Zuge der Säkularisation 1803 abgebrochen, aber 1820 wieder neu errichtet. Im Jahr 1870 errichtete man dann die heute noch bestehende Kapelle St. Maria in der Mitte des Ortes Pirkenbrunn. Das Langhaus wurde 1929 um ein Drittel verlängert und ein freistehender Turm errichtet. Eine qualitätvolle gotische Madonna aus der Leinbergerschule, um 1520, ist an der nördlichen Choreingangswand aufgestellt. Sie dürfte von einem anderen Standort nach Pirkenbrunn gelangt sein. Vierzehn nazarenische Kreuzwegstationen von 1870 schmücken die Wände. Aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt die barocke Christusfigur im Heiligen Grab unter der Treppe zur Empore. Die seitlich davon ausgestellten elf Votivtafeln legen beredtes Zeugnis der Maria-Hilf Wallfahrt ab. Von 1756 stammt das älteste Votivbild, das jüngste wurde kurz vor 1900 gefertigt. Verehrt wurde ein halbfiguriges Marienbild mit Jesusknaben. Charakteristisch ist das mit einem gedrehten Band über der Stirn Mariens befestigte Tuch.

Heutige Ansicht nach der Kirchenrenovierung (2010-2011)

Entnommen aus der Broschüre:  
Elisabeth Vogl: Pförring. Römer – Mittelalter – Barock Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Marktgemeinde Pförring, 2015.

Mit freundlicher Genehmigung von Elisabeth Vogl und der Marktgemeinde Pförring.


Ansicht Nord-Osten mit Friedhofseingang Ansicht Süd-Westen mit altem Friedhof Blick auf den Altar der 1870 errichteten St. Maria

Hier noch 3 Bilder der Kirche aus vergangenen Tagen, dieses Aussehen hatte die Kirche bis zur Friedhofserweiterung 1973. Mit dem Bau des Leichenhauses mit Friedhofserweiterung wurde der gemauerte Torbogen mit schwerem Doppel-Flügel Holztor im Zuge der Bauarbeiten abgebrochen und durch ein schlichtes Eisentor ersetzt. Anlässlich der Fahnenweihe der Feuerwehr im Jahr 1952 wurde für den Festgottesdienst, zelebriert durch Pfarrer Alois Steinberger ein festlich geschmückter Altar vor der Nordseite der Kirche aufgebaut. (linkes Bild)  

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Bilder wurden freundlicher Weise von Franz Pernpaintner und Elfriede Hecker für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt